Valentin Karlstadt Musäum München

 

Saubanden-Stammtisch für Mitglieder

Valentins Panoptikum
Saubanden-Stammtisch für Mitglieder, Gäste sind herzlich willkommen.

„Der Tiefsinn im Unsinn hat einen Museumsschöpfer gefunden!“

Im Oktober 1934 eröffnete Karl Valentin sein Panoptikum im Keller des Hotel Wagner, Sonnenstraße 24, ein vertrauter Spielort Valentins. Das „Internationale Handelspanoptikum“ von Emil Eduard Hammer, stand Pate für Valentins Unternehmen. Hierfür stellte Hammer seine eingelagerten Wachsfiguren zur Verfügung, warnte aber vor den Kosten für das gewagte Unternehmen.

In einer Mischung aus Wachsfiguren-, Kuriositäten- und Gruselkabinett wurden hier Valentins Geist, sein „verbohrtes Hirn“ und seine Sprachphilosophie Materie. Die Realisierung verschlang Unsummen. Valentin sah sich gezwungen, Kredite auch bei seiner Partnerin Liesl Karlstadt aufzunehmen. Für „Beteiligungen“ an seinem Unternehmen stellte er Schuldscheine aus. Obwohl von den Feuilletons gefeiert, blieb der Erfolg aus. Als Liesl Karlstadt sah, worin sie ihr Geld investiert hatte, war sie erschüttert und von den Gruselszenen zu Tode erschrocken. Nach elf Monaten musste Karl Valentin das Panoptikum mit großen finanziellen Verlusten schließen. Liesl Karlstadt, die wider besseres Wissen viel Geld in das Unternehmen investierte, geriet parallel in eine schwere Nervenkrise. Diese gipfelte im April 1935 in einem Selbstmordversuch. 1937 eröffnete Valentin seinen Grusel- und Lachkeller neu im Färbergraben 33 als "Ritterspelunke". Im Angesicht des schrecklichen Krieges schloss Valentin diese 1940.

Monika Dimpfl, Buch und Hörfunkautorin, verfasste zahlreiche Arbeiten zu Liesl Karlstadt und Karl Valentin.

Eintritt frei für Mitglieder, für Nichtmitglieder 5,- Euro.



Montag, 27. April 2015 19:00 Uhr



Kartenvorbestellung für alle Veranstaltungen:
Telefonisch unter (089) 22 32 66 oder mit einer E-Mail an info@valentin-musaeum.de