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Valentin Karlstadt Musäum München

 

M...aus der Sicht der PerspekTIEFE

Fotoausstellung von Herbert Becke

12. Februar 2015 – 28. April 2015

Die meisten Fotos entstehen aus einer natürlichen Sichtweise, stehend, ca. 1,70 Meter über dem Erdboden. Die Perspektive des Projektes von Herbert Becke ist eine ganz andere. Es ist die Sicht von Kleinkindern, Hunden oder einer Maus bzw. noch tiefer; auf dem Boden, auf dem Untergrund, der täglich unser Laufsteg ist: „Fotos auf dem Boden der Realität“.

Er hat seine Heimatstadt München mehrere Jahre lang aus ganz speziellen Perspektiven fotografiert. Meist von „unten“, aus der „TIEFE“. Dabei sind völlig neue Perspektiven und Sichtweisen von zum Teil ganz bekannten Motiven entstanden.

Winzig kleine Dinge werden auf seinen Bildern auf einmal riesen groß und bedeutend. Oder es „konkurriert“ ein überdimensionaler Kanaldeckel mit dem wunderbaren Schloss Nymphenburg. Wie sieht ein Krabbelkind eine Dogge? Wenn ein Turnschuh Augen hätte, was würde er am U-Bahnhof am Marienplatz oder an der Münchner Freiheit sehen?

In dieser Ausstellung kann man es betrachten, ohne sich selbst auf den Boden legen zu müssen.

Herbert Becke:
1950 in München geboren und dort groß geworden. 33 Jahre lang Leiter der Volkshochschule München-Nord (Garching, Ismaning, Unterföhring und Unterschleißheim), Fotodozent, Initiator und Leiter des Projektes FotoART München (ein ambitioniertes Programm von jährlich über 180 Seminaren und Workshops für Fotografen). Organisator und Leiter der Münchner Fototage. 1977 gründete er den Fotoclub der Volkshochschule CC77, ein Zusammenschluss von über 80 engagierten Hobbyfotografen, und 37 Jahre lang dessen Vorsitzender. Herbert Becke arbeitete mit vielen namhaften Fotografen zusammen: u.a. mit Rainer Martini, Michael Gnade, Prof. Harald Mante, Hans Jessel, Dietmar Nill, Michael Martin usw.

Seine Motivschwerpunkte sind insbesondere: die Menschenfotografie in all ihren Facetten, insbesondere die Reportage- bzw. Straßenfotografie Bühnen- und Theaterfotografie kreative Techniken (Lochkamera, Infrarot usw.) Sportbilder (vor allem Bob bzw. Skeleton im Eiskanal) und eben die besonderen Sichtweisen und Perspektiven.

Diverse Ausstellungen von Sylt bis Berchtesgaden, u.a.: „Die Daxen vom Riemerfeld“, „Anpfiff (Jugendfußball)“ „Sylt bei jedem Licht“, „Ostfriesland“ „Künstlerporträts“, „Venedig, als hätten wir geträumt….“ , „Aus meiner Sicht", „Faszination Eiskanal“, „Ismaninger Köpfe", „München von unten nach oben“ usw.

Auszeichnungen:
2010 wurde Herbert Becke mit dem Tassilopreis (für Kunst und Kultur) der Süddeutschen Zeitung für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Trotzdem hat er sich erlaubt nach der Preisverleihung weiter zu leben und zu wirken.
2012 Bundesverdienstkreuz für sein Engagement in der Erwachsenenbildung und Förderung der Fotokunst.
Träger der Ehrenmedaille der Universitätsstadt Garching b. München.

Siehe auch: www.derbecke.de

Der Fotograf Herbert Becke ist während der Ausstellungszeit jeden Samstag von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr im Valentin-Karlstadt-Musäum anwesend.