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Valentin Karlstadt Musäum München

 

Ein Akt, eine Treppe hinaufzumsteigen

Collagen von Hank Schmidt in der Beek

23. Mai 2014 – 19. August 2014

Mit der Ausstellung EIN AKT, EINE TREPPE HINAUF-ZUMSTEIGEN gibt das Valentin-Karlstadt-Musäum einen Einblick in die ausufernde Werksgruppe von Collagen und Gedichten des Künstlers Hank Schmidt in der Beek.

Spielerisch bewegt sich Hank Schmidt in der Beek durch die Kunstgeschichte und interpretiert sie in seinen Collagen und Gedichten neu. Standen schon viele vor Marcel Duchamps in der Kunst bahnbrechendem Werk „Akt, eine Treppe herabsteigend“ und suchten nach der richtigen Interpretation, liefert Hank Schmidt in der Beek uns diese klar begreiflich und lässt keinen Zweifel mehr daran, dass es sich um einen mühevollen, beschwerlichen körperlichen Akt handelt, rauf wie runter: Das Künstlerduo Gilbert und George diskutiert eine Treppe hinauf und unterhält sich auf Bairisch über die Unannehmlichkeiten, die das Treppensteigen mit sich bringt. Die Verse geben die Anleitung das Bild zu lesen. Das gleiche gilt hinunterwärts. Sucht Henry Moore die Form außen wie innen, kehrt Karl Valentin in seiner Kunst stets sein Innerstes noch außen.

Seine Collagen sind alle feinsinnig von Hand gefertigt, für sie hat Hank Schmidt in der Beek seine Bibliothek geopfert und zerschnipselt. Sie zeigen uns die großen Werke der Kunstgeschichte mit viel Witz neu.

Biografie:
Schmidt in der Beek studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und an der Academie des Beaux-Arts in Brüssel. Er stellte bislang in München, Berlin, Oakland und Paris aus, weitere Arbeiten von ihm waren in Gruppenausstellungen in Wien, London, Glasgow und Istanbul zu sehen. 2009 erhielt er den "Szpilman Award" für die Arbeit "In den Zillertaler Alpen", eine Foto-Reihe, in der er als klassischer Pleinairmaler mit Staffelei und Pinsel vor schneebedeckten Bergen zu sehen ist, allerdings malt er dabei nicht den romantischen Ausblick, sondern das Karomuster seines Hemdes nach.
Der geborene Münchner lebt derzeit in Berlin.

Für die Sonderausstellung gelten die Öffnungszeiten und Eintrittspreise vom Musäum.