Valentin Karlstadt Musäum München


Neue Wege für das Valentin-Karlstadt-Musäum


In der Vollversammlung vom 26. Juli 2017 beschloss der Münchner Stadtrat, dass das Valentin-Karlstadt-Musäum zum 01.01.2018 ein städtischer Betrieb wird. Damit geht das Valentin-Karlstadt-Musäum dorthin, wo es eigentlich schon immer hingehört, nämlich in die Hände der Münchner Stadtgesellschaft.

Was viele nicht wussten: Das Valentin-Karlstadt-Musäum war bisher ein privat betriebenes Museum, das seinen Betrieb bis 2016 ausschließlich selbst erwirtschaftet. Die ursprünglich private Sammlung ist der Stadt zwischenzeitlich vererbt worden. Nach dem Tod des Gründers und Betreibers Hannes König und nachdem seine Partnerin und Nachfolgerin Gudrun Köhl 2004 in den Ruhestand gegangen war, beschloss die Stadt München, die zugegeben beinahe valentineske Konstruktion aus Öffentlich (Sammlung und Gebäude sind Eigentum der Stadt) und Privat (Betrieb des Museums) beizubehalten. Im November 2004 übernahm Sabine Rinberger die Firma und damit die Leitung des „Valentin-Karlstadt-Musäums“. Mit dem Beschluss, das Musäum in einen städtischen Eigenbetrieb umzuwidmen, gab der Stadtrat dem Musäum eine unabhängige Zukunft und viele Versäumnisse der Vergangenheit an Karl Valentin erfahren dadurch eine Wiedergutmachung.

„Ich spür immer den Föhn auch wenn der nicht da ist“ (Karl Valentin)

Zur Wiederentdeckung Karl Valentins in den 60er und 70er Jahren lieferte das Valentin-Musäum im Isartor einen zentralen Beitrag. Es verdankt seine Existenz dem großen Engagement des Kunstmalers Hannes König, der selbst noch für Karl Valentin Bühnenbilder fertigte. Mit der tatkräftigen wie finanziellen Hilfe von vielen guten Freunden baute er das kriegszerstörte und nur notdürftig wiederaufgebaute Isartor aus und richtete dort 1959 ein Valentin-Musäum ein. Der Nachlass von Karl Valentin ging 1953 für 7000 Mark nach Köln und ist heute dort in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung untergebracht. Die Stadt München hatte auf ihr Vorkaufsrecht zuvor verzichtet. Seither pilgern jedes Jahr 50 000 bis 60 000 Besucher, Münchner wie Touristen, dorthin. Es gibt kaum einen Reiseführer über München, der das Valentin-Musäum nicht erwähnt. Sicherlich auch deshalb, weil es im Isartor - dem einzigen Stadttor Münchens, das man auch begehen kann - seinen idealen Ort findet. Zudem wurde im Isartor über die Jahre ein beachtliches Archiv zu Karl Valentin, Liesl Karlstadt sowie zu den Münchner Volkssängern zusammen getragen. Seit 2008 präsentiert sich das Musäum im neunen Glanz. Das Museum wurde komplett umgebaut, alle Ausstellungen neu konzipiert und gestaltet.

„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde(Karl Valentin)

Wir sind sehr froh über diese Entscheidung, sichert sie doch den langfristigen Bestand des Musäums unabhängig von Betreibern. Das Valentin-Karlstadt-Musäum gehört zu den sehr gut besuchten Museen in München und repräsentiert die Eigenheiten und das Spezifische Münchens, eine einzigartige Kulturgeschichte, die für München steht und mit der die Stadt sich von anderen Großstädten in Deutschland unterscheidet wie kaum ein anderes Museum hier. München räumt mit dieser Entscheidung einem seiner größten und ureigenen Künstler sowie seiner großartigen Partnerin endlich den Platz ein, den er bei den Münchenerinnen und Münchnern und weit darüber hinaus, von Palermo bis Mexiko, schon lange innehat. Mein persönlicher Dank gilt hier dem Kulturreferenten der Stadt München Dr. Hans-Georg Küppers, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, dass das Valentin-Karlstadt-Musäum in den Reigen der städtischen Museen aufgenommen wird.

Allen treuen und neuen BesucherInnen des Musäums sei versichert, dass unter meiner Führung als Städtischer Museumsdirektorin mit einem kleinen, sehr feinen Team das Musäum so schön bleibt wie es ist und in vielen Dingen noch viel schöner wird.

Sabine Rinberger

Hier berichtet die Süddeutsche Zeitung
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„Kunst kommt von können,
nicht wollen …
sonst müsste es ja Wunst heißen“(Karl Valentin)