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Valentin Karlstadt Musäum München

Donnerstag, 18. Juli 2019

Jodelmania - von den Alpen nach Amerika und Bayern, Sehnsucht & Verklärung

Presseberichte zur Sonderausstellung vom 18.7.2019 - 15.10.2019

Nachdem das Jodeln ab den 1820er Jahren in Europa mehr und mehr Verbreitung gefunden hatte, reisten bald Alpensängergruppen wie die Rainer Family oder die Hauser Family aus Tirol zu Gastspielreisen in die USA. In Vaudeville-Theatern (=Varietés) und Zeltshows, aber auch auf Weltausstellungen sangen sie vor Tausenden von Zuhörern.
Der mehrstimmige Alpengesang wurde in den Vereinigten Staaten derart erfolgreich, dass er von amerikanischen Vokalgruppen nachgeahmt und von Komikern parodiert wurde. Auch in Opernhäuser stimmten Operndivas wie Maria Malibran oder Antoinette Otto Liedkompositionen mit „Tiroler Trällern” an. Anfang des 20. Jahrhunderts war das Jodeln in den USA so beliebt, dass es von Countrysängern aufgegriffen wurde, was es noch populärer machte.
Bald wurde auch im Blues und im Jazz gejodelt. Heute erlebt das „American Yodeling“ in Filmen wie „O brother, where art thou?“ von den Coen Brothers oder im Disney-Streifen „Home on the range“ (deutsch: „Die Kühe sind los“) ein Comeback.

Hier berichtet die taz vom 29.7. 2019
Hier berichtet die FAZ vom 30.7. 2019
Hier berichtet der Wochenanzeiger vom 14.8.2019 zu Bayern - Sehnsucht & Verklärung